Rasayanas: Verjüngung und Entgiftung

Donnerstag, 10. Januar 2019

Rasayanas: Verjüngung und Entgiftung

Auch, wenn viele es nicht wahrhaben wollen: mit der Zeit kommt das Alter und das lässt sich leider nicht ändern. Das hat das Ayurveda erkannt. Es geht aber nicht darum, ewig jung zu bleiben. Die traditionell-indische Naturheilkunde konzentriert sich vielmehr auf das Machbare und beschäftigt sich seit Jahrtausenden damit, die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit in jedem Lebensabschnitt zu optimieren. Das dabei entstandene Konzept nennt sich Rasayana.

Was bedeutet Rasayana?

Die klassische Definition des Begriffs Rasayana findet sich im Charaka-Samhita, einem der bedeutendsten Texte des Ayurvedas. Rasayanas sind demnach „[d]iejenigen Mittel (und Maßnahmen), die zu einem optimalen Zustand vom Nährgewebe Rasa und den anderen Geweben führen.“

Heute sind Rasayanas Mittel, die den menschlichen Organismus erneuern und kräftigen und ihm gleichzeitig ein langes Leben verleihen sollen.

Was sollen Rasayanas bewirken?

Es gibt viele verschiedene Ansätze bei Rasayanas, die verschiedene Ziele haben. Dazu gehören etwa die Förderung

  • der Leistungsfähigkeit
  • der Mobilität
  • des Energielevels
  • der Abwehrkräfte
  • der inneren Zufriedenheit
  • der Ausgeglichenheit.

Der Körper soll sozusagen in Topzustand gebracht und vorzeitige Alterungsprozesse auf körperlicher und physischer Ebene verzögert, zum Stillstand gebracht oder sogar umgekehrt werden (was absolut möglich ist; man bedenke nur den Schaden, den sich viele mit der falschen Ernährung zufügen).

Mit Hilfe von Rasayanas soll Ama, das sind aggressive Stoffwechselzwischenprodukte, die durch gestörte Stoffwechsel- und Verdauungsvorgänge entstehen, aus dem Körper ausgeleitet werden. Warum das so wichtig ist? Laut Ayurveda ist Ama eine der Hauptursachen für Erkrankungen und verfrühte Alterungsprozesse. Meist startet eine Rasayana-Kur deshalb mit Rasayanas, die heiße und scharfe Eigenschaften haben und damit das Verdauungsfeuer anregen.

Bekannte Rasayanas

Das bekannteste Einzel-Rasayana ist die Amla-Frucht. Diese wirkt aufbauend und verjüngend und reguliert die Doshas.

Daneben gelten im Ayurveda auch Milch, Honig und Ghee als Rasayanas. Diese drei haben den Vorteil, dass sie ohne großen Aufwand eingenommen werden können. Dann gibt es noch unzählige aufbauende und vitalisierende Kräutermischungen, die den Körper bei der Regeneration unterstützen.

Nicht nur Nahrung

Rasayana soll Körper und Geist verjüngen und wieder in einen hervorragenden Zustand bringen. Deshalb umfassen viele Rasayana-Kuren nicht nur die Einnahme von Heilpflanzen, sondern auch Entschlackungsverfahren, Entspannungstechniken und Massagen. Am besten holt man hierfür den Rat von Ayurveda-TherapeutInnen ein, denn diese können perfekt auf die jeweils persönlichen Bedürfnisse eingehen.

Fazit

Rasayanas sollen ein langes Leben schenken, das Verdauungsfeuer stärken, als Verjüngungsmittel dienen und uns lange gesund halten. Gerade, wenn es uns nicht gut geht, wir Stress haben oder andere Beschwerden, kann eine Rasayana-Kur das Richtige sein, damit wir körperlich und psychisch wieder neue Kraft tanken können.